Pennings Seitenblick... 

Super Resonanz auf die 16er-Ostfriesland-Ligen - der richtige Weg!

 

06.09.2016 - Na also, möchte man fast sagen. 40 Vereine aus allen Kreisverbänden des Landesverbandes Ostfriesland haben sich mit einer 16er-Mannschaft für den kreisübergreifenden Spielbetrieb unterhalb der bisher bestehenden Landes- und Bezirksliga/ Bezirksklasse gemeldet. Mit dabei sind erstmals im 16-Spielbetrieb auch zwei Vereine aus dem Kreisverband Leer. Aus dem Kreisverband Norden kommen 9 Mannschaften - und das obwohl gerade der Norder Kreisvorstand die Zukunft unseres Heimatsports in der Vergangenheit einzig und allein in der Reduzierung der Mannschaftsstärken  sehen wollte. Zusammen mit den etablierten Ligen unter dem Dach des LKV Ostfriesland gibt es nun also 7 Ligen mit je 10 16-Mannschaften im Spielbetrieb in Ostfriesland. Eine hervorragende Resonanz, die wohl sogar die Verfechter dieser Lösung nicht erwarten durften. Umso deutlicher macht dies jedoch, das sich das Festhalten an der 16er-Mannschaftsstärke zumindest zum jetzigen Zeitpunkt als völlig richtig im Sinne der Vereine herausgestellt hat.

Ich persönlich bin sehr froh darüber und hoffe, das sich die Zukunft unseres Heimatsports nun wieder positiver gestalten lässt und auch in der Außendarstellung nicht weiter als dem sicheren Ende entgegen siechend präsentiert. MIt dem 8-er und 4-er Spielbetrieb in den einzelnen Kreisen und der künftigen 8-er Liga als Aufstiegsmöglichkeit und Anreiz im Landesspielbetrieb können sich alle Vereine entsprechend ihren Möglichkeiten ihren Platz suchen.

Bleibt zu hoffen, das auch den ewigen Nörglern und Kleinrednern nun mal der Wind aus den Segeln genommen ist und wir die leidigen Debatten der vergangenen Jahre zumindest für einige Zeit zu den Akten legen können.


 Alle Jahre wieder - zur Diskussion über die Zukunft unserer Heimatsports.

 

02.02.2016 - Im Frühjahr eines jeden Jahres stehen in den Vereinen wie auch den Kreis- und Landesverbänden und dem FKV die Jahreshauptversammlungen an. Und wie in den vergangenen Jahren müssen sich die Delegierten auch jetzt wieder mit der Thematik der Mannschaftsstärken auseinandersetzen. Einmal mehr hat der Vorstand des Kreisverbandes Norden in einem Antrag an den LKV formuliert, wie man sich dort die Zukunft unseres Friesensportes vorstellt. Ab der Saison 2017/2018 soll demnach die Mannschaftsstärke im Männer I-Bereich von 16er auf 12er und ab der Saison 2022/2023 dann auf 8er reduziert werden. Die Norder Kreisverbandsverantwortlichen sehen in ihrem Antrag vom August sogar gleich eine Reform der Ligenstruktur und eine generelle Änderung der Altersklassen vor (z. B. Männer I von 16 – 40 Jahren…). Um den Delegierten des Kreisverbandes Aurich ein breites Meinungsbild und eine Votum der Vereine zu verschaffen, fand am vergangenen Freitag (29.01.16) auf Bestreben von Peter Brauer (BV Fahne) eine außerordentliche Mitgliederversammlung statt. Unser Kreisverbandsvorsitzender Karl-Heinz Evers stellte zu Beginn die Norder Anträge zur Diskussion, führte aber gleich dazu aus, das diese Anträge nun wohl doch nicht aufrecht erhalten bleiben. Trotzdem erfolgte eine Abstimmung, in der sofort klar wurde, dass diese Bestrebungen bei den Auricher Vereinen überhaupt keine Zustimmung finden würden. Von den Norder Anträgen ist letztlich nach Auskunft von Karl-Heinz die Forderung  übrig geblieben, eine zusätzliche Liga auf Landesebene für 8er-Mannschaften zu installieren. Um dafür überhaupt nach den geltenden Wettkampfbestimmungen die Möglichkeit zu haben, hat der LKV bereits einen entsprechenden Antrag an die zuständige FKV-Vertreterversammlung gestellt.

Im Vorfeld hatte unser Kreisverbandsvorstand den Vereinen auch seine Gedanken in einem Arbeitspapier dargestellt. Die Einführung einer zusätzlichen Klasse auf Landesebene für 8er-Mannschaften bildet auch hier den ersten Kernpunkt. Weiterhin sollen die seit dieser Saison durch einen losen Zusammenschluss der Kreise Aurich, Esens, Friedeburg und Wittmund ins Leben gerufenen Ostfrieslandligen für 16er-Mannschaften fest in die Statuten des Landesverbandes aufgenommen werden. Diese 16er-Ligen sollen künftig den Unterbau für die Bezirksklasse bilden und nach Leistung eingeteilt werden. Wenn ein Verein einer 16er-Mannschaft neu gründen möchte, würde diese gleich in der „untersten“ der Ostfrieslandligen einsortiert werden. Im Kreisspielbetrieb soll es folgerichtig dann nur noch 8er-Mannschaften geben, die nach dem bisherigen Muster der Aufstiegskämpfe den Unterbau für die 8er-Klasse auf Landesebene stellen. Bei Bedarf kann natürlich darunter im Kreisspielbetrieb auch wie bisher eine Klasse für 4er-Mannschaften angeboten werden. Die Vereine haben dem Kreisvorstand einstimmig die Zustimmung erteilt, diese Gedanken als Antrag an den LKV zu formulieren. Ganz wichtig ist jedoch die Reihenfolge der beiden Kernpunkte. Die Auricher Vereine haben einstimmig klar gestellt, das die Zustimmung für die Einrichtung der zusätzlichen 8er-Klasse zwingend davon abhängig ist, das die 16er-Ligen fest als Unterbau der drei bestehenden Ligen in die Statuten des Landesverbandes aufgenommen werden.

Ich bin nach wie vor ein strikter Gegner davon, zum jetzigen Zeitpunkt und sozusagen im vorauseilenden Gehorsam die Mannschaftsstärken zu reduzieren. Derzeit sind neben den 30 Mannschaften der Landesebene 24 16-Mannschaften in den Ostfrieslandligen am Start. Dass eine Reduzierung zwangsläufig zum Verlust vieler Friesensportler führen wird, werden wohl nicht einmal die Befürworter abstreiten können. Meiner Meinung nach macht man es sich sowohl als Verbands- als auch als Vereinsvorstand zu einfach, in einer Verkleinerung der Mannschaften das Allheilmittel zu sehen. Sicher hat jeder Verein seine eigenen Strukturen, Probleme und Vorstellungen. Genau dafür bietet unser Heimatsport aber doch als einzige mir bekannte Sportart alle Möglichkeiten an. Wir haben im Männer I-Bereich derzeit Spielbetriebe für 16er-, 12er-, 8er- und 4er-Mannschaften. Nun die aktuell 54 Vereine mit 16er-Teams im LKV Ostfriesland zu zwingen, ihre Mannschaften zu verkleinern, kann nicht richtig sein! Man mag mir vorwerfen, ich habe es leichter, als Vorsitzender eines Vereins mit derzeit großem Kontingent an Werfern und florierender Jugendarbeit diese Meinung kund zu tun – mag sein. Trotzdem ist es meine feste Überzeugung und ich halte keinen Verein oder Funktionär davon ab, sich für unseren Heimatsport einzusetzen und das Beste aus seinen eigenen Möglichkeiten zu machen.

Den von den Auricher Vereinen am Freitag in Fahne beschlossenen Vorschlag finde ich gut und richtig. Die Etablierung der 16er-Ostfrieslandligen in die LKV-Statuten als Unterbau der bisherigen Landesebene sollte die erforderlichen Mehrheiten finden, da die Kreise Aurich, Esens, Friedeburg und Wittmund diesen Weg ja bereits eingeschlagen haben. Ich hoffe, das sich auch der KV Norden hier nun endlich anschließen kann - was spricht denn schon dagegen?!? Um den kleineren Vereinen auch die Möglichkeit für einen Spielbetrieb auf Landesebene zu geben, kann ich danach auch sehr gut mit der Einführung einer zusätzlichen Klasse für 8er-Mannschaften leben. Ich verbinde das jedoch auch mit der Erwartung, dass sich das Grundsatzthema „Reduzierung der Mannschaftsstärken“ damit für die nächste Zeit erledigt hat und wir uns erst wieder damit beschäftigen müssen, wenn es wirklich nicht mehr anders geht. Dieser Tag ist hoffentlich noch in weiter Ferne...


Man lernt nicht aus – zwei kuriose Wettkämpfe an einem Wochenende.

 

03.11.2015 - Gleich zweimal musste ich mit meinen Mannschaften am Wochenende wieder einmal die schmerzliche Erfahrung machen, das die alte Fußballer-Weisheit „Ein Spiel dauert 90 Minuten“ in abgewandelter Form leider auch für unseren Heimatsport zutrifft. Sowohl am Samstag mit der A-Jugend in Schirum-Ostersander als auch am Sonntag mit der Männer I zu Hause gegen Ardorf glitten uns deutliche Führungen und bereits als „2 Punkte“ verbuchte Wettkämpfe noch aus den Händen. Die Erklärung ist wohl wie in den meisten Fällen sehr schnell gefunden. Auf sehr gute Würfe des Gegners, unterstützt durch das eine oder andere Kantenglück an unerwarteten Stellen, fielen zu viele zu kleine Würfe aus unseren Reihen. Die unausweichlichen Fragen wie „Wo kann dat denn?“ oder Feststellungen wie „Dat gifft ja woll nich!“ – als Steigerung gäbe es dann noch „Dat hett ja noch noit geben – ji sünd ja woll maal worn!“ tragen natürlich dann sofort wieder zum Seelenfrieden eines Sportlers bei…. Ich kann mich trotz des Bewusstseins, das es keinem hilft, leider auch nicht davon frei sprechen, auf der Straße an manchen Stellen dann den Kopf zu schütteln oder einen der eben genannten Sprüche zum Besten zu geben. Meist muss ich aber nur in näheren oder ferneren Erinnerungen kramen (oder dezent darauf hingewiesen werden J) um festzustellen, dass man eine solche Situation tatsächlich doch schon mal - auch am eigenen Leibe - erlebt hat. Unter dem Strich bleibt, das wir beide Wettkämpfe mit einem Unentschieden und dem berühmten „blauen Auge“ beendet haben. Ich hoffe, ich kann mich in kommenden Wettkämpfen, in denen wir scheinbar aussichtlos im Rückstand sind, an dieses Wochenende erinnern und nichts für Unmöglich halten. Wenn das am Ende übrig bleibt, kann ich dem Ganzen mit ein paar Tagen Abstand durchaus noch etwas Positives abgewinnen – auch wenn diese Lehre in zwei direkt aufeinander folgenden Wettkämpfen auch etwas sanfter hätte kommen dürfen…